
Frida Kahlo ist für mich Kunsttherapie in Perfektion. Sie hat ihren Schmerz nicht versteckt, sondern ihn gemalt. Sie hat sich ihrer Realität gestellt und ist an ihrem Schicksal gewachsen.
Mein Werkzeug ist die Kamera, nicht der Pinsel.



Wie die Idee entstand
Diese Reihe begann nicht mit einer Bildidee, sondern mit einem Gefühl vor dem Spiegel. Nach meiner Genesung war mein Körper verändert, er erzählt eine neue Geschichte, die ich erst noch lesen lernen musste. Ich suchte nach einer Möglichkeit, diese Transformation visuell zu begleiten. Die Wahl fiel auf Frida Kahlo, da sie wie keine andere Künstlerin für die radikale Transformation von körperlichen Schmerz in stolze Kunst steht.
Für mich war wichtig bei der Inszenierung, dass eine Verschmelzung entsteht. Durch die Trockenblumen habe ich die Verbindung über den Blumenkranz hergestellt.
Dieses Projekt ist mein erstes Projekt um exemplarisch zu zeigen das Fototherapie auch mit Selbstporträts funktioniert. Durch das betrachten des eigenen Bildes wechseln wie die Perspektive: Wir sind nicht mehr nur die Betroffenen, sondern die Gestalterinnen unseres eigenen Schicksals.

Durch Frida weiß ich: Wenn wir radikal ehrlich zu uns selbst sind, bekommt das eigene Schicksal eine tiefere Dimension. Man kann es nicht änder, aber man kann darüberstehen.