Konzeptfotografie: Gedankenwelten sichtbar machen

Dafür habe ich mich entschieden, in der Kunsttherapie möchte ich intensiv mit der Konzeptfotografie arbeiten. Aber was bedeutet das eigentlich? Bei dieser Form der Fotografie setzt man ganz bewusst visuelle Ideen, ein bestimmtes Gefühl oder innere Konflikte in einem Bild um. Es ist ein gezieltes Inszenieren und Übersetzen psychischer Zustände in visuelle Metaphern.

Momentan bin ich mein eigenes Modell. Ich fange erst einmal mit Selbstporträts an und verbinde diese mit bestimmen Elementen, um eine klare Aussage zu treffen. In der Kunsttherapie geht man sogar noch einen Schritt weiter, oft wird es noch viel abstrakte. Ich weiß ehrlich gesagt noch nicht so genau, ob das absolut mein Ding ist. Aber: Schauen wir einfach mal!

Zuerst beschäftige ich mich intensiver mit der Fotografie an sich, obwohl man kein Profi sein muss, um sich danach tiefergehend mit der Psychologie dahinter auseinanderzusetzen. Es macht unglaublich viel Spaß, Ideen zu sammeln und diese kreativ umzusetzen.

Wie ich das später einmal mit anderen Menschen umsetzen möchte, weiß ich im Detail nicht nicht. Vielleicht über gemeinsame Fotowalks? Schließlich möchte sich nicht jeder selbst fotografieren. Aber das Schöne ist, man kann durch Fotografieren tiefe Verbindungen schaffen. Motive finden, die reflektieren oder Perspektiven geben.

Die Fotografie kann in der Therapie ganz als Brücke genutzt werden. Manchmal ist es viel leichter, ein Foto von einer vertrockneten Pflanze oder einer rissigen Mauer zu machen und zu sagen: „So fühle ich mich gerade“, als es mühsam in Worte zu fassen. Es geht dabei nicht um komplizierte, abstrakte Kunst oder Leistungsdruck, sondern darum, Bilder sprechen zu lassen, wo Worte fehlen.

Hätte ich gedacht, dass ich diesen Weg einmal gehen möchte, als ich das alles gestartet habe? Nein. Aber genau so entsteht ein Prozess.