
Neben all den fantastischen Eindrücken gab es für mich eine kleine, tägliche Herausforderung: das Essen. Als Vegetarierin stößt man in Japan im normalen Restaurant-Alltag überraschend oft an Grenzen. Das liegt gar nicht am bösen Willen, sondern an der Tradition. Die japanische Küche basiert fast vollständig auf Dashi, einer allgegenwärtigen Grundbrühe, die klassisch aus Fischflocken gewonnen wird.
Reiner Vegetarismus ohne Fischprodukte ist in vielen traditionellen Lokalen schlichtweg unbekannt. Die Köche gaben sich oft rührend Mühe und versuchten, mir entgegenzukommen. Doch die Sprachbarriere und das tief verwurzelte Kochen mit Fischbrühe sorgten regelmäßig für liebevolle, aber ratlose Gesichter in den Küchen. Es war eine charmante kulturelle Erfahrung.

Aber abgesehen von diesen kleinen Herausforderungen war es einfach wunderbar, in Japan essen zu gehen. Jede Mahlzeit wurde zu einer neuen, spannenden Erfahrung mit all den verschiedenen traditionellen Gerichten.


Wer mich kennt, weiß es: Ich liebe Karaoke. Ich bin zwar absolut schlecht darin, aber das ist mir egal!
In Japan geht man zum Singen nicht auf eine offene Bühne vor Fremden, sondern mietet sich mit Freunden eine eigene, private Kabine in einem der riesigen Karaoke-Häuser.
Sobald man seinen eigenen Raum betritt, schließt man die Tür hinter sich und ist in seiner eigenen Welt. Per Tablet bestellt man sich Drinks und Snacks direkt an den Tisch und wählt aus tausenden Songs. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, fernab vom Alltag komplett ungeniert die Lieblingslieder mitzusingen. Eine absolut typische und unvergessliche Erfahrung!

Dies machten wir einmal zu Beginn der Reise in Tokio und zum Abschluss in Osaka!