Meine persönliche Selbsttherapie

Musik aufdrehen, tanzen und singen, ist die beste Selbsttherapie. Ob man es kann oder ob es gut aussieht: völlig egal. Alles darf so sein, wie es will. Für mich ist es das schönste, was ich machen darf. Und auch ein Privileg. Nicht jeder auf dieser Welt hat diese Freiheit.

Es macht mich unendlich glücklich, lässt Sorgen vergessen, schafft Vertrauen zum eigenen Körper und man lernt wieder zu genießen.

Probiert es aus! Es setzt Endorphine frei. Man stärkt sich selbst und es hilft gegen Müdigkeit. Man zaubert sich selbst ein Lächeln ins Gesicht. Musik bringt Kraft auch wenn man sich mal schwach fühlt..

Das Leben birgt viele Herausforderungen. Es gibt gute Zeiten und es gibt schlechte Zeiten, aber dieser eine Moment bleibt immer gleich.

Musik begleitet mich schon immer. Schon als Kleinkind war es für mich normal, Mamas Kassetten zu nehmen und sie mir anzuhören. Das konnte zum Beispiel Soundtracks wie Dirty Dancing oder Pretty Woman sein. Lieder die heute noch perfekt helfen. Egal ob das wilde „Real Wild Child“ von Iggy Pop, das mitreißende „Do you Love me“ von The Contours oder das beruhigende „Fallen“ von Lauren Wood. Schon damals ließ mich Musik träumen, sie beruhigte mich und machte mir Freude.

Barfuß durch die Wohnung tanzen, sich glücklich fühlen, sich selbst spüren: Das war gerade nach meinen Operationen für mich essenziell gewesen, um mir meine Energie zurückzuholen. Wieder Freude am Leben zu haben und sich nicht als Opfer zu fühlen. Ärztegespräche verarbeiten, Sorgen vergessen, sich frei fühlen und sich selbst lieben, das ist außerordentlich wichtig! Nur man selbst kann sich dieses Gefühl zurückholen. Niemand anderes kann es einem geben.

Mein Weg war nicht immer geradlinig, aber wenn ich heute auf mein Leben blicke, bin ich einfach nur unendlich dankbar. Ich spüre das jeder Schritt mich hierher geführt hat, und ich feiere dieses neue Glück jeden Tag.

Alles, was ich heute mache, tue ich allein für mich. Ich will glücklich sein. Ich will mental gesund sein. Ich will fit sein. Und ich nehme auch Niederlagen an. Am Ende bin ich immer noch diejenige, die im Badezimmer die Musik aufdreht und genau das machen darf, was sie will.